Suchtprävention

Kategorien Mentales Coaching

Als Sucht im Allgemeinen bezeichnet man nicht unbedingt das Konsumieren einer Substanz, sondern „das Verlangen nach einer bestimmten Handlung“. Gründe für eine Entwicklung einer Sucht gibt es viele – das Voranschreiten, bis man von einer Sucht spricht, erfolgt schleichend.

So muss bei einer Sucht nicht zwingend von Alkohol- oder Drogenmissbrauch gesprochen werden, sondern z.B. auch bei „Stalking“ handelt es sich um ein Abhängigkeitsverhalten.

Meist begünstigt ein Zusammenwirken von genetischen, sozialen und psychischen Faktoren das Risiko süchtig zu werden. Aber woran erkennt man eine Sucht? Welche Arten von Sucht gibt es? Welche Anzeichen und was sind die Auswege?

Laut ICD (International Classification of Diseases | Weltgesundheitsorganisation) spricht man von einem Suchtverhalten oder einer „Abhängigkeitserkrankung“, wenn von den folgenden sechs Kriterien mindestens drei in den vergangenen zwölf Monaten aufgetreten sind.

Profil:               

1. Starker, zwanghafter innerer Drang eine Substanz zu sich zu nehmen – also etwa die Gier nach dem nächsten Schluck. Gemeint ist hier ein psychisches Phänomen und nicht zu verwechseln mit Entzugserscheinungen.

2. Kontrollverlust wann man beginnt eine Substanz zu konsumieren oder wann man damit aufhört – also etwa wenn man sich (regelmäßig) vornimmt nur ein Glas Rotwein zu trinken und dann die gesamte Flasche leert.

3. Entwicklung einer Toleranz. Steigerung der Substanzeinnahme mit dem Ziel einen ähnlichen Effekt zu erzielen wie zu Beginn des Substanzkonsums.

4. Körperliche Entzugsprobleme wie etwa das Zittern der Hände bei ausbleibendem Konsum.

5. Das Bedürfnis, die Substanz zu konsumieren, hat Vorrang vor allem anderen.

6. Die Substanz wird weiter konsumiert, obwohl es schädliche Folgen hat: Führerschein wird eingezogen, Familie zerbricht, der Arbeitsplatz geht verloren. (Konsequenzen werden in dem Fall nicht mit der Sucht assoziiert.)

Wie die Hypnose helfen kann:

Eine Hypnosesitzung kann helfen einen starken Willen hervorzubringen. Bei einem Fall von Suchtprävention können Suggestionen gegen das vereinzelte Auftreten von Suchtverhalten gesetzt werden, so dass eine Sucht nicht ausbricht. Bei bereits vorangeschrittenem Suchtverhalten ist jedoch der Gang zum Arzt und Psychotherapeuten neben der Hypnose unumgänglich.

Beispiel: Sie möchten Distanz zum Alkohol (bevorstehende Schwangerschaft, Gewichtsreduktion) bekommen. Da es gesellschaftlich als Genussmittel anerkannt aber ignoriert wird, dass es sich ebenso um ein Suchtmittel handelt, fällt das „Nein“ sagen oft schwer. Hier kann Hypnose als Mentaltraining eingesetzt werden um einen sorgfältigen Umgang mit Alkohol zu erzeugen.

Sind die Verhaltensmuster des Alkoholkonsums bewusst und ehrlich vom Betroffenen erkannt (Trinken um zu vergessen, Trinken um sich besser zu fühlen, Trinken vor dem Fernseher, Trinken beim Kartenspielen, tägliches Feierabendbier), kann man sich in der Hypnose auf die mentale Suche nach den Problemen begeben und für die „Alkoholsituationen“ zusätzliche Verhaltensmuster finden, die den Umgang mit Alkohol in der Situation verbessern helfen. Suggestionen helfen Ihnen mehr Selbstbewusstsein zu erlangen um „Nein“ zu sagen, Aversions-Suggestionen erzeugen ein „Unattraktivfinden“ alkoholischer Getränke. Dies in Summe hilft beim Standhaftbleiben und bringt einen starken Willen hervor um eine Distanz zum Genussmittel Alkohol zu finden.

In einem Anamnesegespräch bespreche und analysiere ich mit Ihnen das Ausmaß des „Suchtverhaltens“ und die Möglichkeiten wie man Ihnen durch mentales Coaching und Hypnose helfen kann.

Dennoch sei ausdrücklich noch einmal hingewiesen, dass eine Hypnosetherapie eine medizinische und psychotherapeutische Intervention nicht ersetzen kann. Hypnose kann Ihnen bei der erfolgreichen Neuausrichtung Ihres Lebensstils helfen, allerdings kann und darf kein Heilversprechen abgegeben, keine Medikamente ausgegeben und keine medizinischen Diagnosen gestellt werden. Da mir das Thema Sucht besonders am Herzen liegt, muss ich mir es vorbehalten im Einzelfall über Annahme und Ablehnung der Behandlung zu entscheiden.

Nachbehandlung:

Wie bereits oben erwähnt, ist eine medizinische und psychotherapeutische Beratung unausweichlich. Bei Suchtverhalten ist besonders ein verantwortungsvoller Umgang, das Bewusstsein süchtig zu sein und der Wille etwas daran ändern zu wollen ausschlaggebend für das Gelingen einer Therapie. Auch bei nur leichten Anzeichen wird der nachträgliche Gang zu Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen empfohlen, um eine nachhaltige Verbesserung der Situation zu erlangen.